Das DryEGCS
basiert auf einer lang bewährten Technologie, welche bei landgestützten Abgasreinigungsverfahren bereits angewandt wird. Dabei wird Kalziumpulver als Mittel für die Absorption von Schwefel verwendet.
Ein besonderes Calciumhydroxid [Ca (OH) 2] Granulat wurde entwickelt, um die Anwendung dieser Technik an Bord von Schiffen zu ermöglichen. Dieses Granulat benötigt wesentlich weniger Platz im Vergleich zu Anwendungen an Land und entfernt mehr als 99% der Schwefeloxide (SOx).
Die Absorption von Schwefeloxiden führt zu Calciumsulfat, gemeinhin bekannt als Gips.
Das DryEGCS nach einem Turbolader geschaltet kann bei Temperaturen zwischen
240 - 440°C betrieben werden. Die exotherme Absorption bewirkt keinen
Temperaturverlust des Abgases, es können daher Boiler und Abhitzekessel wie
gewohnt betrieben werden.
Der schematische Aufbau des DryEGCS Prozess zeigt den Weg des Abgases in und
aus dem Absorber, wo die chemische Reaktion zwischen Granulat und Abgas
stattfindet.
Der Absorber fungiert desweiteren als Partikelfilter, da grobe Rußpartikel und
andere Rückstände aus dem Abgas entfernt werden.
Das DryEGCS verursacht einen Gegendurch von bis zu 12 mbar, nach Aussagen von Motorenherstellern
ein tolerierbarer Wert. Bei Bedarf könnte ein Ventilator integriert werden, um
diesen Gegendruck zu minimieren.
Ein Silo auf der Oberseite des Absorbers liefert frisches Granulat. Eine
kontrollierte Entnahme der Rückstände unter dem Absorber regelt den Verbrauch.
Der pneumatische Transport von frischem Granulat oder Reststoff ermöglicht eine
flexible Planung von Ver- und Entsorgungslager an Bord des Schiffes.
Eine automatische Kontrolleinheit prüft alle Betriebsparameter. Das integrierte
„Schema B Monitoring-System“ zeichnet kontinuierlich die Emissionswerte auf und
beweist, dass alle Vorschriften eingehalten werden.
Im Notfall kann das DryEGCS leicht durch schließen des Bypasses abgeschaltet
werden.


